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Parlamentarische Bürger­Innen­initiative fordert eine Verkürzung der täglichen Normalarbeitszeit auf 7 Stunden und eine Verteuerung von Überstunden.

Achtung: Auch jene, die bereits eine handschriftliche Unterstützungserkärung abgegeben haben, bitte nochmal unterschreiben. Die Unterschriften werden sonst leider NICHT mitgezählt!

„Österreich ist bei der Länge der Arbeitszeiten EU-weit bereits traurige Spitze. Vollzeitbeschäftigte ArbeitnehmerInnen arbeiten durchschnittlich 41,7 Stunden/Woche. Gleichzeitig boomt Teilzeit und steigt die Arbeitslosigkeit krisenbedingt dramatisch. Wir brauchen keine weitere Ausweitung von Arbeitszeiten, wir brauchen Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich um Arbeit und damit Einkommen, Chancen und soziale Absicherung gerechter zu verteilen. Darum unsere Initiative,“ so Koza im Rahmen des am 25. Juni 2014 stattgefundenen Pressegespräch nach der Übergabe von über 1000 Unterschriften an Nationalrats-Präsidentin Magistra Barbara Prammer im Zuge der Einreichung ihrer BürgerInneninitiative für eine Arbeitszeitverkürzung.

Arbeitszeitverkürzung um bezahlte und unbezahlte Arbeit gerechter zu verteilen

Für Klaudia Paiha, Bundessprecherin der Alternativen, Grünen und Unabhängigen Gewerk­schafter­Innen (AUGE/UG) braucht es insbesondere eine Verkürzung der täglichen Arbeitszeit  um die traditionelle, geschlechterspezifische Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit aufzubrechen:

Unabhängig davon, ob Frauen erwerbstätig sind oder nicht – sie leisten über 60 Prozent der unbezahlten Hausarbeit. Längere tägliche Arbeitszeiten – wie etwa bei einem 12-Stunden-Arbeitstag bei Gleitzeit – drohen die traditionelle Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern noch zu verfestigen. Wer Gleichstellung zwischen den Geschlechtern will, muss für kürzere tägliche Erwerbsarbeitszeiten sorgen.

Arbeitszeitverkürzung gegen Prekarisierung

Beate Neunteufel-Zechner, Betriebsratsvorsitzende der Unabhängigen GewerkschafterInnen im öffentlichen Dienst (UGöD) fordert Arbeitszeitverkürzung zur Eindämmung atypischer, vielfach prekärer Beschäftigungsverhältnisse:

Immer mehr ArbeitnehmerInnen – auch gut qualifizierte – werden in Geringfügigkeit und Teilzeit gedrängt, mit Einkommen von denen sie nicht leben können. Über eine umfassende Arbeitszeitverkürzung wäre eine gerechtere Verteilung von Arbeit zwischen jenen, die zu viel und jenen, die zu wenig haben, möglich.

Lange Arbeitszeiten gefährden die Gesundheit

Univ.-Prof. Dr. Jörg Flecker, Unterstützer der Initiative, betont die negativen gesundheitlichen Auswirkungen langer Arbeitszeiten.

Ab der siebten, achten Stunde steigt das Unfallrisiko. Lange Arbeitszeiten machen vielfach krank. Eine Arbeitszeitverkürzung würde dem entgegenwirken.

Flecker betonte zusätzlich die Wichtigkeit des vollen Lohnausgleichs:

Lohnkürzungen im Rahmen einer Arbeitszeitverkürzung würden die Nachfrage reduzieren und das Leben noch weniger leistbar machen. Eine Arbeitszeitverkürzung muss daher mit vollem Lohnausgleich erfolgen.

Wie geht’s weiter?

Nun beginnt der „parlamentarische“ Behandlungsprozess. Ab sofort kann die BürgerInnen­initiative auf der Parlaments­homepage online unterstützt werden, jedenfalls bis zum Abschluss der Beratungen im Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen. Wann diese Beratungen stattfinden, ist ungewiss.

Der Petitionsausschuss kann Stellungnahmen von Ministerien oder anderen Institutionen einholen, Hearings mit ExpertInnen veranstalten beziehungsweise den / die InitiatorIn (ErstunterzeichnerIn) ­persönlich anhören.

Der Ausschuss kann – im Falle unserer Arbeitszeitinitiative – außerdem weitere Beschlüsse fassen:

  • er kann die BürgerInneninitiative einem anderen, inhaltlich zuständigen Fachausschuss zur weiteren Behandlung zuweisen,
  • von einer weiteren Verhandlung Abstand nehmen, weil der Gegenstand zur „weiteren parlamentarischen Behandlung nach Auffassung des Ausschusses offenkundig ungeeignet ist“,
  • oder die parlamentarische BürgerInneninitiative zur Kenntnis nehmen.

Jetzt unterschreiben – für Arbeitszeitverkürzung, gegen den 12-Stunden-Arbeitstag!

Jetzt gilt es zu zuallererst, möglichst viele elektronische Unterstützungserklärungen zu sammeln. Jede, die das 16. Lebensjahr vollendet hat und österreichi­sche StaatsbürgerIn ist, kann unterschreiben. Denn, das „… dient der Abbildung der politischen Interessenlage und hat für die Beratungen im Nationalrat informativen Charakter.“

Achtung: Auch jene, die bereits eine handschriftliche Unterstützungserkärung abgegeben haben, bitte nochmal unterschreiben. Die Unterschriften werden sonst leider NICHT mitgezählt!

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