Die Stadt Wien hat ihr Kommunikationskonzept 2020 (KOMM2020) umgesetzt. Viele Bedienstete haben keinen eigenen, fix zugewiesenen Arbeitsplatz mehr und teilen sich CoWorking-Spaces. Alle wurden mit Smartphones ausgestattet und die verpflichtende Statusinformation zeigt an, ob man gerade was zu tun hat und wo man sich aufhält. Überall gibt es Videobildschirme, damit sich die Kunden und Parteien nur im äußersten Notfall ins Amt (pardon, ins Servicecenter) bewegen müssen. Eine Woche arbeitet man 4 Tage und die nächste Woche wieder 5 Tage. Gottseidank gibt es mehrere Außenstellen über ganz Wien verteilt, so lernt man wenigstens die Parteienbedürfnisse in verschiedenen Stadtteilen Wiens kennen. Und damit die lebenswerteste Stadt der Welt den strukturellen Gegebenheiten der Privatwirtschaft entgegenkommt, werden die Öffnungszeiten unseres virtuellen Amtes von 6 Uhr bis 20 Uhr ausgeweitet. Ein riesen Erfolg bei der Wirtschaft und den EinwohnerInnen Wiens!
Heute scheint dies noch unvorstellbar, doch mit den Schlagworten unserer Dienstgeberin „Rahmen auflockern“ oder „orts- und zeitungebundenes Arbeiten“ wäre dies auch umfasst. Es wäre nicht einmal gelogen, nur vorstellen will sich das niemand.

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Grafik: makyzz / Freepik

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