Gehaltsverhandlungen für Wiener Gemeinde­bedienstete.

Entgegen düsterer Prognosen und nicht vehement widersprochenen Aussagen der Stadtregierung über die Zustimmung der Gewerkschaft zu einer Nulllohnrunde kommt es doch zu einer Gehaltserhöhung für 2013.

Am 7. März 2013 um 9.30 Uhr hat die Vertragsunterzeichnung zwischen Dienstgeberin und Gewerkschaftsführung stattgefunden – das Ergebnis:

  • 35 Euro brutto monatlich (Fixbetrag) plus, schemawirksam,
  • keine Erhöhung der Nebengebühren („Zulagen“) und der Dienstzulagen;
  • Beginn: ab Juli 2013, Gültigkeit der Vereinbarung: bis Februar 2014,
  • das heißt: Die nächste mögliche Gehaltserhöhung gibt es erst ab März 2014.

Gut oder schlecht?

Gut ist, dass der Widerstand von der Basis (Kampagne gegen die Nulllohnrunde – „Null Bock auf Nulllohnrunden“, Beschlüsse in Gewerkschafts- und Dienststellenausschüssen, Beschlüsse in der Hauptgruppe 1, 2 und 3, Unterschriftenliste der Personalvertretung der MA 10) doch zu Verhandlungen und zu einer Lohnerhöhung geführt hat.

Schlecht ist,

  • dass der Abschluss zu niedrig ausfällt,
  • dass er erst ab Juli 2013 und bis Feber 2014 gilt,
  • dass die Nebengebühren und Dienstzulagen nicht berücksichtigt werden,
  • dass es im Vorfeld keine Diskussion und Beschlüsse in Gewerkschaftsgremien über Art und Umfang der Gehaltsverhandlungen gegeben hat (das ist nichts Neues …)

Die KIV stimmt trotzdem zu …

Weil die Konsequenz die Ablehnung der Lohnerhöhung wäre.

Aber – es muss alles anders werden:

  • Die Gewerkschaft kann und darf Nulllohnrunden niemals akzeptieren
  • Die Gehälter und Nebengebühren müssen adäquat angehoben werden (mindestens um die Inflationsrate)
  • Vor Zusagen zu Lohnabschlüssen sind diese in den zuständigen Gewerkschaftsgremien zu beschließen.

Unser gemeinsamer, aktiver Widerstand hat sich ausgezahlt.

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