Tausende Bedienstete der Stadt Wien hat dieser Tage wieder eine Grippewelle erfasst. Leider schleppt sich fast jede/r dritte Mitarbeiter/in krank an die Dienststelle. Damit wird der Arbeitsplatz zur Virenfalle. Erkrankte stecken wieder Andere an – ein Teufelskreis.
Neben der drohenden Verschlimmerung einer Krankheit, weil mensch auf die Erholung und Genesung verzichtet, und der Ansteckungsgefahr für die Kollegen/innen, steigt das Unfall- und Fehlerrisiko und sinkt die Leistungsfähigkeit.

Aus den Daten des Arbeitsgesundheitsmonitors (Studie AK Oberösterreich) gehen die Gründe dafür hervor, warum krank in die Arbeit gegangen wird:

  • Pflichtgefühl gegenüber den Kolleginnen und Kollegen (60 Prozent),
  • keine Vertretung, die die Arbeit erledigen könnte (37 Prozent),
  • Arbeit bleibt liegen (32 Prozent) und
  • Angst vor Konsequenzen (16 Prozent).

In vielen Fällen hat das schlimme Folgen: 55 Prozent derer, die nicht das Bett gehütet haben, klagen darüber, dass sie sich müde und abgeschlagen fühlen. 44 Prozent sagen, dass sie deswegen länger krank waren. Fast ebenso viele meinen, bei der Arbeit unkonzentriert zu sein. 29 Prozent hatten einen Rückfall und jede/r Fünfte hatte später stärkere gesundheitliche Probleme.
Wenn, direkt oder indirekt, Druck auf kranke Mitarbeiter/innen ausgeübt wird, ist das der falsche Weg. Die Dienstgeberin sollte stattdessen ihre Fürsorgepflicht wahr- und ernst nehmen. Dazu gehört auch ausreichendes Personal bei und in den Einrichtungen der Stadt Wien.

Mehr dazu: https://ooe.arbeiterkammer.at/service/presse/presseaussendungen/Virenfalle_Arbeitsplatz.html

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