7500 Beschäftigte waren für "Soziale Arbeit ist mehr wert" auf der Straße (mit Video).
Mit Demonstrationen in Wien, Linz, Graz und Klagenfurt machten mehr als 7500 Beschäftigte des privaten Sozial- und Gesundheitsbereichs am 14. Jänner Druck für einen angemessenen Kollektivvertragsabschluss.
In Wien gab es eine eindrucksvolle gemeinsame Betriebsversammlung von vielen Vereinen und Unternehmen des Sozialbereichs - so organisierten zum Beispiel die BetriebsrätInnen der Vereine Hilfswerk Wien, Lebenshilfe Wien, ÖHTB, der Caritas, des Vereins Wiener Kinder- und Jugendbetreuung oder des Kuratorium Wiener PensionistInnen-Wohnhäuser ihre KollegInnen. Die Demonstration in Wien führte zum Büro der BAGS-Arbeitgebervereinigung (Sitz bei der Volkshilfe). Die Beschäftigten und BetriebsrätInnen zeigten ihren Ärger, das Pfeiffkonzert war sehr beachtlich.
Eine erfolgreiche Demonstration der KollegInnen und BetriebsrätInnen. Die Gewerkschaften tragen jetzt die Verantwortung, die betroffenen KollegInnen nicht zu enttäuschen. Wichtig ist eine offene und transparente Verhandlung mit den Arbeitgebern, damit die Beschäftigten, die BetriebsrätInnen aber auch die Beschäftigten des kommunalen Sozialbereichs bei weiteren gewerkschaftlichen Aktionen mitmachen und solidarisch sind. Viele BetriebsrätInnen im Sozialbereich haben leider die schlechte Erfahrung mit den Gewerkschaften gemacht, dass die Gewerkschaftsführung (SPÖ) aus parteipolitischen Überlegungen, die gewerkschaftlichen Aktivitäten klein gehalten oder abgewürgt haben bzw. Aktionen der BetriebsrätInnen verhindert haben.
Wir brauchen aber Gewerkschaften, die konsequent, ohne Rücksicht auf Parteipolitik die Interessen der Beschäftigten aussprichen und konsequent verfolgen. Die rege Beteiligung der Beschäftigten an den Demonstrationen hat die Gewerkschaftsführung auf Trab gebracht und den Arbeitgebern die Rute ins Fenster gestellt. Das ist ein Druckmittel, dass die Gewerkschaften unbedingt einsetzen müssen - bei den Lohn-Verhandlungen, aber auch bei der Forderung nach mehr Personal!