|
Der Original-Artikel:
Bei der Stadt Villach finden morgen mit Spannung erwartete Personalvertretungs-Wahlen statt. Erstmals duellieren sich zwei Gewerkschaftslisten um die Stimmen der 1054 Magistratsbediensteten. Bisher hatte meist die FSG (Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter) allein kandidiert, selten traten auch kleinere Namenslisten an.
Diesmal tritt eine zweite Liste an: Die "Konsequente Interessensvertretung" (KIV), die im ÖGB verankert ist und die es in Wien schon seit gut 30 Jahren gibt. Dort liegt sie mittlerweile hinter der FSG auf Platz zwei. "Wir sind parteiunabhängig und wollen uns ausschließlich für die Anliegen der Magistratsmitarbeiter einsetzen", sagt Spitzenkandidat Hannes Jank. Auf seiner Liste kandidiert auch Otmar Felsberger, der bereits der Personalvertretung angehört hat. "Man darf die Gewerkschaftsarbeit nicht der FSG alleine überlassen", lautet ihr Motto. Die KIV rechnet sich bis zu 15 Prozent der Stimmen aus.
FSG-Spitzenkandidat Franz Liposchek, seit 1992 oberster Personalvertreter im Magistrat, sieht die Konkurrenz gelassen. "Wir haben bisher sehr viel für die Magistratsmitarbeiter erreicht, es gibt unter anderem einen sehr guten Kündigungsschutz", betont er. "Ich bin natürlich bereit, mit allen zusammen zu arbeiten", fügt er hinzu.
|