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Eine ungewöhnliche Aktion
Eine Dienststellenversammlung der Regionalstellen der Sozialen und Mobilen Arbeit mit Familien sowie der Rechtsvertretung im Freien, vor dem Rathaus.
Der Ort hat Bedeutung: Die verantwortlichen PolitikerInnen der SPÖ-Stadtregierung sollen unseren Protest sehen und hören.
Die Bediensteten und die Personalvertretung des Jugendamts fordern mehr Personal für die Regionalstellen und die Jugendwohlfahrt.
Protestieren und Fordern
Jahrelang macht die Personalvertretung des Jugendamts auf das fehlende Personal und die fehlenden Ressourcen in der Jugendwohlfahrt aufmerksam - das gilt für die ambulante und stationäre Jugendwohlfahrt.
Mit dem Schritt an die Öffentlichkeit stellt die Personalvertretung des Jugendamts der Politik die Rute ins Fenster: Es muss etwas geschehen. Die Personalforderungen des Dienststellenausschusses sind eine Mindest-Forderung.
Engagierte MitarbeiterInnen sagen ihre Meinung
Im Rahmen der Dienststellenversammlung wurden zwei Anträge einstimmig angenommen (siehe Download). Die Teilnahme der KollegInnen des Jugendamts zeigte eindrucksvoll die Entschlossenheit aller Beteiligten.
Kollege Andreas Schadauer, Vorsitzender des Ausschusses "Ämter für Jugend und Familie" und Vorsitzender des Berufsgruppenausschusses der SozialarbeiterInnen der MA 11 bedankte sich für die Teilnahme so vieler KollegInnen der Regionalstellen:
"Liebe KollegInnen!
Ich möchte mich ganz herzlich bei allen MitarbeiterInnen bedanken, die unserem Aufruf zur Dienststellenversammlung gefolgt sind. Toll fand ich, dass auch eigene Transparente mitgebracht wurden (der ORF hat sie verewigt).
Ich möchte mich aber auch herzlich bei allen bedanken, die in den Regionalstellen dafür gesorgt haben, dass der Dienstbetrieb aufrecht geblieben ist. Ich fand es auch toll, dass viele KollegInnen aus den verschiedensten Bereichen sich mit uns bei der Veranstaltung solidarisierten, vor allem aus dem Dezernat VI.
Bedanken möchte ich mich sowohl bei der GdG für die Unterstützung als auch bei unserer Moderatorin. Weiters erhielt ich im Vorfeld auch schriftliche Unterstützungserklärungen von verschiedenen Organisationen des "Sozialbereichs".
Gefreut habe ich mich über das Echo in den Medien (ORF Radio Wien und Wien - Heute, und in den Printmedien), was im Nachhinein die Richtigkeit einer "öffentlichen" Dienststellenversammlung bestätigt.
Wir wollen den Schwung dieser Veranstaltung in unsere Gespräche mit den Verantwortlichen mitnehmen."
Wie geht es weiter?
Wir hoffen, dass die politisch Verantwortlichen endlich unserer Argumente und Forderungen ernst nehmen. Die Personalvertretung des Jugendamts wird weiter aktiv Gespräche mit VertreterInnen der Stadt Wien suchen - mit der Stadtregierung, mit Abgeordneten und mit der Abteilungsleitung.
Die letzte Debatte im Landtag aus Anlass der Berichterstattung der Kinder- und Jugendanwaltschaft Anfang Juni 2008 machte eine Abgeordnete der SPÖ, Tanja Wehsely wieder einmal kein Angebot für eine Personalaufstockung. Die Abgeordneten der Grünen und der ÖVP forderten die Erfüllung der Forderungen der Personalvertretung ein. Noch ist nicht absehbar, ob sich die SPÖ-Stadtregierung bewegen wird.
Eines ist klar: Der Dienststellenausschuss "Ämter für Jugend und Familie" ist den KollegInnen verpflichtet. Falls die Stadtregierung und die zuständige Stadträtin nicht bereit sind, die Ressourcen zu verbessern und das Personal aufzustocken, werden wir weitere gewerkschaftliche Aktionen ins Auge fassen müssen.
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