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Es sollte eigentlich eine Korrelation zwischen einer qualifizierten Ausbildung, einer fairen Entlohnung und einem gesicherten Qualitätsstandard der Sozialen Arbeit bestehen. Doch tut sie das? Und wird sie das auch in Zukunft?

Wo geht die Soziale Arbeit hin?

Wie entwickelt sie sich? Schon allein beim Durchlesen des Anforderungsprofils (zu finden auf der Homepage der Stadt Wien, Berufsbilder, SozialarbeiterInnen) wird klar, dass es schwierig werden kann, alle Anforderungen an die Soziale Arbeit unter einen Hut zu bekommen:
Gesucht werden bei der MA11 höchst qualifizierte Menschen, QuerdenkerInnen, OptimistInnenen, jeder Arbeitsbelastung gegenüber standhaft, Hands on Mentalität, geprägt von den Grundsätzen: Partizipation, Transparenz, Empowerment.

Die Entlohnung ist für NeueinsteigerInnen nicht schlecht. Dass die Arbeitsbedingungen „zeitweise“ schwierig sind und hart erarbeitete Qualitätsstandards und Leitsätze der Sozialen Arbeit von der Dienstgeberin aufgeweicht und ignoriert werden, zugunsten von – äh ja, eigentlich keine Ahnung zugunsten von was – kann da dann schon mal in den Hintergrund und Vergessenheit geraten.

Probleme

Leider scheint das die vielen hundert FH-AbsolventInnen jährlich, die allesamt der „Generation Y“ entspringen, jedoch kaum zur Stadt Wien zu locken: Anscheinend gibt es immer wieder so wenig BewerberInnen, dass bei der Einstellung gerne mal darüber hinweggesehen wird, dass kein Grundstudium der Sozialen Arbeit vorhanden ist, lediglich ein Masterstudium im Sozialbereich. Jetzt wird (zu Recht) diskutiert, dass auch andere Berufsgruppen ein solches Masterstudium machen können – ok. Aber in einer Kerndisziplin der Sozialen Arbeit tätig zu sein und kein Grundstudium zu haben, sollte nicht diskutierbar sein!

Ja. Es braucht dieses hohe Anforderungsprofil. Die MA11 braucht qualifizierte Menschen, die einen wirklich herausfordernden Job machen. Und allein schon deswegen finde ich es essentiell, dass SozialarbeiterInnen ein Grundstudium der Sozialen Arbeit absolviert haben und den Master bestenfalls noch als Draufgabe machen. Gerade die Wiener Kinder- und Jugendhilfe, Kerndisziplin der Sozialen Arbeit, sollte hier die klare Haltung vertreten, dass ein Grundstudium der Sozialen Arbeit ein Muss ist und die Professionalisierung Sozialer Arbeit, für die sich KollegInnen die letzten Jahrzente stark gemacht haben, nicht umsonst war!

Grafik: rawpixel.com/ freepik

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