fbpx

Die Auszahlung der Über­stunden gestaltete sich in den vergangenen Jahren wechselhaft. Die KIV findet: höchste Zeit, dieses Thema mit der Dienstgeberin verbindlich zu regeln.

Vorab sei klargestellt

In einem Beruf mit 45 Wochenstunden sollten möglichst gar keine weiteren Überstunden anfallen. Passiert es doch, so gibt es dafür eindeutige gesetzliche Regelungen:

Ein Freizeitausgleich ist bis zum Ende des sechsten auf die Leistung der Überstunden folgenden Monats zulässig. Diese Frist kann mit Zustimmung des Vertragsbediensteten /des Beamten um bis zu weitere sechs Monate erstreckt werden.
(§11 Abs 3 VBO 1995, §26 Abs 3 DO 1994)

(Anmerkung: Auf Basis des Arbeitszeitmodells werden bei SPs Plusstunden zum Stichtag 1. Jänner zu Überstunden. Ab 1. Juli haben die Bediensteten daher de facto das Wahlrecht.)

Unzulässige Praxis

Unzulässig ist auf jeden Fall die aktuelle Praxis, bei der Plusstunden des laufenden Jahres bereits Ende September ausgezahlt wurden. Im Arbeitszeitmodell hat das Dezernat mit der Personalvertretung eine Jahresdurchrechnung von 1. Jänner bis 31. Dezember vereinbart. An diesem Rahmen orientiert sich die Stundenplanung aller Teams und das Jahresarbeitszeitmodell ist selbstverständlich auch für die Auszahlung bindend.

Schwankungen im Jahresablauf

Üblicherweise sind die Stunden nach den Sommermonaten erhöht (Urlaubszeit) und gleichen sich im  Herbst wieder aus. Eine Auszahlung im September kann somit einen geplanten Stundenabbau boykottieren und den Bediensteten sogar Minusstunden bescheren.

Das bedeutet, dass sie durch die Auszahlung sogar dazu genötigt werden, mehr Stunden zu arbeiten, obwohl sich diese Notwendigkeit nicht aus dem Dienstbetrieb ergibt! Wer auf diese Art benachteiligt wurde, kann sich selbstverständlich an die PersonalvertreterInnen der KIV wenden, denn keinesfalls dürfen den Betroffenen plötzlich mehr Dienste aufgehalst werden.

Forderungen der KIV

Die Fraktion KIV tritt klar dafür ein, dass …

  • alle betroffenen MitarbeiterInnenvor einer Überstundenauszahlung befragt werden. Denn nur diese wissen ganz genau, ob sie die Plusstunden abbauen werden oder die Auszahlung bevorzugen.
  • Überstundenauszahlungen jährlich zu festgelegten Zeitpunkten (also planbar) passieren.
  • nur Überstunden des Vorjahres ausgezahlt werden können (keine laufenden Plusstunden).
  • die Zuordnung der Überstunden zu den Monaten transparent gestaltet wird. (Über Halbwahrheiten und Tatsachen zu Steuervorteilen und -nachteilen werden wir in einem eigenen Artikel informieren.)

Außerdem hinterfragen wir die selbstverständliche Einordnung aller ausgezahlten Überstunden als „Tagstunden“ (50% Zuschlag). Die KIV fordert, dass ein Anteil von 2/5 als Sonn-, Feiertags- und Nachtüberstunden gewertet (100% Zuschlag) und rückwirkend ausgezahlt wird!

Das könnte dich auch interessieren (ähnliche Artikel aus der gleichen Kategorie)

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen