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Das Corona-Virus verändert auch die Soziale Arbeit. Mir persönlich geht es gut daheim im Home-Office, auch wenn der persönliche Kontakt zu KlientInnen und KollegInnen fehlt.

Ich bin als MAF (Mobile Arbeit mit Familien) Personalreserve für die Regionalstelle. Somit bin ich auf Abruf bereit und versuche, mit meinen betreuten Familien über Telefonkontakt und auch über Video-Telefonie in Beziehung zu bleiben. Die meisten von mir betreuten Familien kommen mit der Situation ganz gut zurecht. Manche genießen es, dass Druck von außen, vor allem durch die Schulen, wegfällt, und dass sie weniger Außentermine haben. Einigen ist sehr langweilig, die versuche ich mit Spiel- und Basteltipps und auch Material zu versorgen.

Corona-Krise: Soziale Arbeit über Social Media

Neu ist der Einsatz von diversen Sozialen Medien wie WhatsApp, Skype und Zoom im beruflichen Kontext. Die Verfügbarkeit von WhatsApp am Diensthandy erlebe ich als sehr bereichernd, da viele Jugendliche und Familien über dieses Medium gerne kommunizieren. Ich habe mit einer Supervisionsgruppe das Programm Zoom ausprobiert für Videosupervision. Das hat auch gut funktioniert und ich meine, dass wir dies – vor allem, wenn die Beschränkungen noch länger dauern – in größerem Ausmaß für Supervisionen, Teams und diverse Besprechungen nutzen sollten. Das Leben geht ja schließlich weiter. Dafür ist sicherlich Unterstützung seitens des EDV-Referats gefragt, denn nicht alle sind so sattelfest mit diesen Programmen.

Von KollegInnen höre ich als positiv, dass es derzeit noch deutlich ruhiger ist in den Familien. Weiters ist viel Zeit für Administration vorhanden. Ich höre aber auch, dass es im Home-Office auf Dauer sehr einsam ist, und dass die Sorge, nicht genug abklären zu können in Familien, belastend ist.

Manche KollegInnen mit eigener Familie daheim können im Home-Office kaum konzentriert arbeiten. Andere können sich ausgiebig der nötigen Administration oder Fachliteratur widmen.

Als Personalvertreterin bin ich auch konfrontiert mit den derzeit teilweise sehr ungewöhnlichen Arbeitssituationen. Die Bereitschaft, sich gegenseitig (auch im stationären Bereich) zu unterstützen, ist immens hoch. Glücklicherweise gibt es auch noch keine allzu bedrohlichen Personalengpässe. Aber es gibt auch Angst vor Ansteckung, Angst um die eigene Familie, und vor dem Danach. Wieviel ist dann aufzuarbeiten mit den eh davor schon beschränkten Ressourcen?

Es ist eine sehr besondere Zeit, und wir alle hoffen, dass diese Einschränkungen bald vorübergehen, und dass wir alle diese Zeit unbeschadet überstehen.

Barbara Vacha ist Systemerhalterin, KIV-Mandatarin und mobile Sozialarbeiterin der MA 11.

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