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Mitarbeiterinnen sind unverzichtbar!

Ein sauberer und scheinbar perfekt funktionierender Schulbetrieb ohne Frauen im Raumpflege- und Küchenbereich ist unvorstellbar. Mit viel Disziplin und Engagement sorgen sie an jedem Tag des Betriebes für Ordnung, Hygiene und für einen reibungslosen und freundlichen Alltagsbetrieb.

Leider wird diese Leistung oftmals als Selbstverständlichkeit angesehen. Manchmal kommt es allerdings noch schlimmer. Nämlich dann, wenn auf ­unangenehme Art gezeigt wird, dass diese Arbeit eigentlich „das Letzte“ ist. Von Wertschätzung und Respekt ist dann nichts zu spüren.

Die abschätzigen Bemerkungen „die putzen ja nur“ treffen zumeist tief ins Herz. Als sei es etwas Schlimmes, Ungehöriges, ja fast Schändliches diese Arbeit zu verrichten. Dabei sind gerade diese Mitarbeiterinnen nicht nur wichtig, sondern eigentlich unverzichtbar – und sie ­leisten eine anspruchsvolle Arbeit, die eine hohe Selbständigkeit, viel Flexibilität, vielseitige Fachkenntnisse und ein feines Gespür für die Bedürfnisse der Menschen erfordert.

Was im Job wirklich zählt:

Anerkennung und Wertschätzung Anerkennung und Wertschätzung sind die mit Abstand wichtigsten Faktoren für das Engagement von MitarbeiterInnen. Doch in den meisten Fällen wird in der Arbeitswelt auf dieses winzig kleine Detail vergessen. Mit oft fatalen Folgen, denn zufriedene Bedienstete sind viel motivierter und machen einen besseren Job.

Das Gehalt ist ein wesentlicher Faktor für einen attraktiven Arbeitsplatz. So hat die amerikanische Gesellschaft für Human Ressource Management in einer aktuellen Studie Anerkennung als den mit Abstand wichtigsten Faktor für das Engagement der MitarbeiterInnen identifiziert – doppelt so einflussreich wie Gehalt und Remus.

Dieses „emotionale Gehalt“ ist Fundament einer funktionierenden, positiven Unternehmenskultur.

Wohl auch deswegen, weil Erhalt und Höhe des emoionalen Gehalts nicht vom Goodwill des Unternehmens ­abhängig ist. Das Unternehmen muss lediglich die Rahmenbedingungen schaffen. Es sind die MitarbeiterInnen selbst und das über alle Hierarchieebenen hinweg, die sich gegenseitig „emotionales Gehalt“ in Form von Anerkennung „auszahlen“.

Lob ist nicht gleich Anerkennung

Wenn alle danach lechzen, warum erkennen und vor allem anerkennen viele die Stärken anderer nicht? Die Schwierigkeit liegt darin, dass wir nicht gewohnt sind, konkrete Stärken bei anderen Menschen zu erkennen und diese auch anzusprechen. Statt Menschen aufzu­bauen, sind wir Weltmeister im (negativ) Kritisieren.

Man darf aber nicht den Fehler machen, Anerkennung mit Lob zu verwechseln. Lob ist demnach eine Leistungsbeurteilung und wirkt von oben herab. Anerkennung hingegen hebt die Stärken eines Individuums hervor.

Positive Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg

Engagement lässt sich allerdings nicht kaufen. Für Gehalt und Remus erhalten Arbeitgeber von ihren MitarbeiterInnen zwar Arbeitszeit und Zielerreichung, doch selten Einsatzfreude und Herzblut. KollegInnen, deren Stärken regelmäßig anerkannt werden, sind engagierter und produktiver. Sie fühlen sich wohl und bleiben auch an ihrem Arbeitsplatz. Der Austausch von Anerkennung trägt so zu einem positiven Betriebsklima bei, verringert Fehlzeiten und reduziert ungewollte Fluktuation. Eine Investition in „emotionales Gehalt“ zahlt sich angesichts all dieser positiven Auswirkungen allemal aus und wer freut sich nicht selbst ab und an über ein wenig Anerkennung.

MA 56-Zeitung Mai 2016

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