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Ich bin Krankenschwester geworden, weil ich direkt mit und bei den PateintInnen arbeiten wollte.

Leider ist mittlerweile der Verwaltungsaufwand (also die Dokumentation) größer als die eigentliche Arbeit mit den Menschen.

Die Stationsleitung sagt:

Was nicht dokumentiert ist, ist nicht erledigt,

und das bedeutet, dass ich

  • einerseits alles, was ich tue, aufschreiben muss und damit weniger Zeit habe, tatsächlich was zu erledigen,
  • andrerseits bedeutet das, dass manche völlig überforderten Leute von der Pflege dann Dinge dokumentieren, die eigentlich gar nicht gemacht worden sind, nur, um nicht belangt werden zu können.

Dass uns dann auch noch das Personal fehlt, verschlimmert die Sache nur noch weiter.

Gerade im Altenpflegebereich

finde ich diesen ständigen Zeitdruck extrem schade und auch unfair unseren BewohnerInnen gegenüber.

Denn die Pflegequalität ist Lebensqualität für unsere Bewohner­Innen und ausreichend Personal heißt auch mehr Zeit für die PatientInnen.

Wenn man zum Beispiel einen dementen Patienten, der völlig desorientiert ist und sich fürchtet und nicht auskennt, niederspritzen muss, weil man einfach keine Zeit hat, mit ihm zu reden und ihn langsam zu beruhigen, dann tut einem das einfach weh.

Vor allem, wenn man in der Pflegeschule so idealistisch gelernt hat, wie Pflege ausschauen kann.

Ich erlebe leider seit Jahren mit,

wie die Bürokratie immer mehr wird und die Zeit für unsere BewohnerInnen immer weniger. Es braucht dringend eine Wende. Denn qualitativ gute Pflege geht nicht im Vorbeigehen!

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