Der Schandfleck 2016 ist gekürt – Ende Feber wurde diese ­Auszeichnung zum fünften Mal verliehen.

Wochenlang wurde im Internet abgestimmt, welches Unternehmen oder welche Organisation die verantwortungsloseste 2016 war.

Der Publikumspreis ging an die Landesregierungen in Oberösterreich und Niederösterreich für ihre Neufassung der bedarfsorientierten Mindestsicherung. Für fast die Hälfte der Abstimmenden führt diese Änderung zu Prekarisierung und Menschenrechtsverletzung von Armutsbetroffenen und ­Zugewanderten.

Den Jurypreis erhielt das Red Bull Media House für den Umgang mit Servus TV. Die Androhung der Schließung des TV-Senders, nachdem eine E-Mail für ein Meinungsbild zu einem Betriebsrat weitergeleitet wurde, ist für die Jury ein öffentliches untergraben des Rechts auf Betriebsratsgründung.

Für die Geschäftsführerin des Netzwerks Soziale Verantwortung, das die Schandfleck-Wahl organisiert, wird die Negativauszeichnung auch in Zukunft nötig sein: „Sowohl die drastischen, unwürdigen bMS-Kürzungen in Oberösterreich und Niederösterreich als auch der mehr als fragwürdige Umgang mit der Belegschaft bei ServusTV zeigen, dass dieser Preis und zivilgesellschaft­licher Druck auf Politik und Wirtschaft relevanter sind denn je.“

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Quelle: Die Alternative