Wenn man sich das Leitbild des Gesundheitsverbundes (WIGEV) anschaut, freut man sich zunächst über „das Bekenntnis zum fairen Umgang mit seinen Mitarbeiter*innen“. Erfreulicherweise gibt es immer mehr Vorgesetzte, die dieses Leitbild bewusst leben. Deshalb sind wir (KIV) zutiefst erschüttert, dass es in unserer Klinik Floridsdorf (KFL) ganz neue negative Entwicklungen gibt.

Die Struktur und der hierarchische Aufbau sollen die Mitarbeiter*innen im Gesundheitssystem in der Ausübung ihrer Tätigkeit schützen und unterstützen. Es gibt keinen Dienstauftrag, der besagt, dass einzelne Führungskräfte ihre „Macht“ missbrauchen und ungerechtfertigten Druck ausüben. Schon gar nicht, dass Mitarbeiter*innen ins Burn-Out getrieben werden.

Menschen sind keine Spielzeuge

Aber leider – einzelne Vorgesetzte haben es noch immer nicht verstanden. Ein besonders negatives Beispiel von Führung beschäftigt die KIV seit Monaten. Da gibt es doch wirklich eine weibliche Führungskraft, welche, anstatt im Sinne der Wertschätzung zu führen, auf Drohungen, Bespitzelung, autoritäre Kommunikation und vernichtende Bestrafung setzt. Die Klinikleitung übermittelt durch ihre Handlungen bzw. Nicht-Handlungen, als wäre sie mit dieser Führungperson einverstanden!

Uns liegen unzählige Beschwerden von Kolleg*innen vor, die über die Leitung KAD in der KFL an die Klinikleitung und an die örtliche Gewerkschaft herangetragen wurden. Die Leitung soll KAD-Mitarbeiter*innen disziplinieren, indem sie laufend Versetzungen veranlasst und Drohungen in den Raum stellt. Sie verbreitet Angst und Schrecken. Ganz ehrlich, wenn jemand nicht bereit ist, kooperativ zu führen, dann darf oder muss eigentlich die Dienstgeber*in im Sinne der Menschlichkeit und einer gesunden Arbeitswelt eigreifen. Sonst würde der Eindruck entstehen, dass der WIGEV diesen Führungsstil unterstützt. Das können wir aber nicht nachvollziehen und schon gar nicht zulassen. Aus unserer Sicht lässt sich eine massive Verletzung der Dienstpflichten nach § 4 Abs. 4 der Wiener VBO/DO feststellen.

In den letzten Wochen erreichten uns regelmäßig Beschwerden und Gedächtnisprotokolle von Kolleg*innen, die eindeutig einen autoritären Führungsstil im Klinisch administrativen Dienst (KAD) dokumentieren. Es wird von ungerechtfertigten Versetzungen und Kündigungen als Bestrafungsinstrument, Kontrolle von Handynachrichten und „Verbannung“ in abgeschiedene Arbeitsräume berichtet. All diese Berichte, selbst wenn wir die persönlichen Verstärkungseindrücke abziehen, sind nicht im Sinne der Führung der WIGEV. Der Umgang mit Mitarbeiter*innen ist die Visitenkarte des Unternehmens.

Zeit für Menschlichkeit

Es kann nicht die Zukunftsvision sein, dass wir erwachsenen Menschen behandeln, als wären wir im erzieherischen Mittelalter, indem mit Angst, Unterdrückung und Bestrafung gearbeitet wurde.

Tatsache ist, dass wir, die konsequenten und unabhängigen Gewerkschafter*innen (KIV) diese Form von Führung nicht übersehen und klein reden werden! Es braucht klärende Gespräche, Transparenz und Aufklärung dieser beschriebenen Vorgänge. Es darf nicht vorverurteilt werden, jedoch muss den Vorgängen schonungslos auf den Grund gegangen werden.

Die KIV wird sich weiterhin für eure Anliegen einsetzen und prekäre Arbeitsbedingungen aufdecken.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen