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Kaum zu glauben, aber seit dem letzten Artikel im Dezember ist nach dem flapsig formulierten MA 6-Rück­blick „Döller geht, Huemer kommt“ die Letzt­genannte auch schon wieder weg. So schnell geht’s.

Selbstverständlich wird Frau Magistra Huemers Weggang von den MitarbeiterInnen unterschiedlich aufgenommen. ­Einige waren überaus froh, der Großteil steht dem Thema jedoch völlig indifferent gegenüber. Und tatsächlich soll es sogar Trauernde geben, wenn und falls diese ­jemals – tief versteckt hinter einer ein­samen Flussbiegung im Wald lebend – gefunden werden, gibt es tröstende Nachrichten. Ja, den Oskar hat sie dagelassen!

Wenige Wochen vor ihrem Abgang hat sie noch ein eindrucksvolles Dokument ­hinterlassen. Ein Dokument, in welchem sie einen demaskierenden Einblick in ihre Einstellung zu Veränderungen und zu ­“ihren“ MitarbeiterInnen erlaubt. Dieser unverstellte Blick auf das Menschenbild unserer ehemaligen Abteilungsleiterin hat direkt zu diesem Nachruf unter dem Titel „Was uns erspart geblieben sein wird“ inspiriert.

Aber alles der Reihe nach:

Gegen Mitte Dezember 2013 veröffentlicht die Firma „Management Impulse“ unter dem Titel „Reflexion: Strategische Unternehmensentwicklung in der öffentlichen Verwaltung“ einen als Interview ­stilisierten Bericht von Magistra Huemer über den „innovativen Change Management-Prozess in der MA 6“.

Wie von Zauberhand verbreitete sich der Artikel innerhalb der MA 6, obwohl wir ­sicher nicht das erwünschte Zielpublikum waren. Löste Kopfschütteln, Empörung und Verärgerung aus.

Das große Verkehrsaufkommen auf der genannten Home­page war auch den Verantwortlichen ebendort aufgefallen und wohl vorsichtshalber nahmen diese das Geschriebene vom Netz. Sollte dies spurlos und unbemerkt an ­Ihnen vorbeigegangen sein, Sie jedoch den Wunsch für nachträgliche Entrüstung in Ihnen aufkeimen spüren, dann können Sie dies auf unserer Homepage nachholen (Interview am Artikelende unter „Download: Das Interview“).

Das Geschreibsel ist allerdings gähnend langweilig und gibt inhaltlich nicht viel her. Es erinnert vielmehr an den Versuch, banale Dinge mittels vieler Begriffe aus dem Managementberater-Lexikon möglichst wichtig klingen zu lassen. Voll mit inhaltslosen Worthülsen einer „Beratersprache“, die hauptsächlich damit beschäftigt ist, nichts zu sagen und das möglichst breit! Angeblich handelt es sich um eine nicht autorisierte Mitschrift einer kleinen Veranstaltung, die ohne ­Zutun der Abteilungsleiterin veröffentlicht wurde (klingt, riecht, schmeckt und vibriert nach Ausrede).

Es bleibt zu hoffen, dass Frau Magistra Huemer den als Interview getarnten ­Artikel tatsächlich nicht selbst geschrieben hat. Der Verfasser hätte angesichts der veritablen Rechtschreibschwäche den Aufnahmetest zur Stadt Wien ­sicher nicht bestanden.

Wirklich empörend ist jedoch das Menschenbild, welches in dem Interview ­unmaskiert vermittelt wird:

Da werden unter anderem Prozesse draufgesetzt, ­Menschen als defizitär erkannt und folgerichtig „entwickelt“, deren ­Meinungen und Empfindungen sind eher untergeordnet, Hauptsache man erwischt eine „kritische Masse“. Das zeugt schon von einem eher maschinellen Zugang zum Thema MitarbeiterInnenführung.

Den Gipfel bilden aber folgende ­Zuschreibungen:

(…) die Mitarbeiterinnen sind sehr obrigkeits­hörig (…) was seinen Vorteil hat, man kann ihnen extrem viel auferlegen, (…) relativ viel mit ihnen machen.

Niemand hat sich so ein Nutztier­vokabular verdient. Keinem ihrer Vorgänger wäre so etwas in den Sinn oder gar über die Lippen gekommen!

Übrigens verlieh schon vor einem Jahr ein FSG-Funktionär seiner Verwunderung Ausdruck, dass Frau Magistra Huemer sich schwierig und „bockig“ verhalte und ihn ihre „Hofratstöchterl- und Einzelkind­attitüden“ spüren ließ. Verwunderung zeigte er deshalb, weil sie doch von der FSG (mit)ausgesucht worden und damit quasi eine von „ihnen“ sei.

Liebe KollegInnen von der FSG

Solltet ihr nochmals beim Abteilungs­leiterquiz mitspielen dürfen, achtet bitte darauf, dass die MitarbeiterInnen und mit ­ihnen die Personalvertretung nicht im Nach­hinein an einem post­pubertären Emanzipationsprozess der/des Neuen zu leiden haben!

Es ist wahrscheinlich egal, wer die MA 6 in ­Zukunft an der Spitze vertreten wird, es kann fast nur besser werden und wir werden lächeln im Gedanken daran, was uns erspart geblieben sein wird.

Das Interview

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