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Besoldungsreform; Flexible Arbeitszeitmodelle; Stopp Burnout.

Die Besoldungsreform

Im Intranet findet sich von der MD-PR – Magistratsdirektion – Geschäftsbereich Personal und Revision folgende Ankündigung:

Dienstrechts- und Besoldungsreform – Arbeiten für Wien – FAIR bezahlt

Die Stadt Wien beschäftigt 65.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in rund 260 Berufsgruppen. Um auch in Zukunft qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, die mit ihren Werten und Einstellungen die bestmögliche Dienstleistung für die Wienerinnen und Wiener garantieren, startete die Stadt Wien unter dem Titel „Arbeiten für Wien – FAIR bezahlt“ eine Reform des Dienst- und Besoldungsrechts.

„Arbeiten für Wien – FAIR bezahlt“ ist ein von Bedienstetenvertretung, Politik und Verwaltung gemeinsam getragenes Vorhaben. Alle wesentlichen Schlüsselgruppen werden aktiv in die Erarbeitung der Inhalte eingebunden. Leitlinien bei der Realisierung des Vorhabens sind Transparenz, Fairness, Gendergerechtigkeit, Diskriminierungsfreiheit und Mobilität.

Wir wollen dafür sorgen, dass die Bedienstetenvertretung nicht nur die Vorschläge von Politik und Verwaltung abnickt sondern stark im Sinn der KollegInnen auftritt!

FAIR muss fair bedeuten!!

Flexible Arbeitszeitmodelle

Flexible Arbeitszeit braucht neues Denken bei MitarbeiterInnen und in Führungspositionen: So wird die „Überwachung“ der Anwesenheit durch Leistungs- und Ergebnisorientierung abgelöst. Mögliche Formen der Umsetzung sind Telearbeit und Teilzeit. In jedem Fall sollten die Arbeitszeitmodelle im Kontext mit der Zufriedenheit der Betroffenen evaluiert werden.

Telearbeit bringt den MitarbeiterInnen Selbständigkeit, Eigenverantwortung, Fahrzeitersparnis und mit der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine höhere Zufriedenheit. Aus der Sicht der Dienstgeberin können gesunde MitarbeiterInnen ihre Tätigkeiten produktiver verrichten. Sie birgt aber auch die Gefahr, der sozialen Isolierung und eines größeren Arbeitsdrucks. Die schwierigere Terminfindung kann durch Telekonferenzen verbessert werden.

Der Wunsch nach Teilzeitarbeitsplätzen ist nie größer als heute gewesen und wird sich in den kommenden Jahren noch steigern. So ist der Wiedereinstieg nach einer (Eltern-) Karenz leichter, die soziale Eingliederung im Betrieb bleibt bestehen und mehr Freizeit durch Erholung bringt bessere Leistungsfähigkeit. Nachteile sind geringerer Lohn und Karriereeinbußen. Für die Dienstgeberin entsteht zwar der Nachteil durch höhere Kosten zur Schaffung der Infrastruktur, dafür gewinnt sie mehr Flexibilität der Arbeitskräfte und erhöhte Bindungsquote der MitarbeiterInnen und höhere Motivation.

Wichtig ist es auch, rechtliche und organisatorische Voraussetzungen für Leitungspositionen in Teilzeit zu schaffen. In der MA14 gibt es bereits seit einigen Jahren intensive Überlegungen, flexibleres Arbeiten zu ermöglichen, die zu einem gar nicht so kleinen Teil bereits Realität geworden sind.

Die KIV bleibt dran!

Siehe auch Maßnahme unserer Geschäftsgruppe: (Intranet) Diese Seite stammt aus dem Jahr 2003 und zeigt die Frauenförderungsmaßnahmen. Gendergerecht sind diese auch für teilzeitende Männer sinnvoll. Dass die Seite seit über 10 Jahren nicht überarbeitet wurde, zeigt einerseits den damaligen Weitblick und andererseits, dass viel mehr Energie in diese Richtung zur völligen Realisierung fließen muss.

Leider immer aktueller: Burnout oder die „Batterie“ ist leer:

Hinter diesem inzwischen von der Krankenkasse anerkannten Begriff verstecken sich in der Regel Arbeitsüberlastung durch zusätzliche Aufgaben und Personaleinsparung, Mobbing, mangelnde Anerkennung, schlechte Bezahlung, prekäre Arbeitsplatzbedingungen, Angst um den Arbeitsplatz, Stress, fehlende individuelle Gestaltungsmöglichkeiten und schlechtes Arbeitsklima. Rund 10% der Erwerbstätigen sind davon betroffen. Das gilt auch für die öffentliche Verwaltung und somit auch für MD und MA14.

Körperliche Symptome wie Rückenschmerzen, Tinitus, Schwindel, Herzrasen, Bluthochdruck, Schlafstörungen und Libidoverlust sind häufige Begleiterscheinungen und können in einer völligen Erschöpfung und Depression enden. Die Folgen sind oft lange Krankenstände, Arbeitsunfähigkeit und die Schwierigkeit, sich in einen Arbeitsprozess wieder einzugliedern. Betroffene findest du sicher im erweiterten KollegInnenkreis!!

Die KIV/UG hat schon 2008 die Broschüre STOPP BURNOUT herausgebracht. Sie kann über das Büro bezogen oder einfach heruntergeladen werden

Wir haben viel zu tun, um den Anforderungen unserer Gesellschaft gerecht zu werden.

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