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Die Idee, sich „Zeit anzusparen“ (als ob das möglich wäre), um dann zwischendurch mal so richtig lang ausspannen zu können, klingt verlockend.

In einer idealen Welt käme ich zum Beispiel nach 3 Monaten zurück an einen Arbeitsplatz und beginne ausgeruht und relaxed, die Arbeit frisch motiviert wieder aufzunehmen. Das würde mir sehr gefallen!

Die Dienstgeberin hat uns leider bisher immer,

wenn sie uns ein ähnliches Modell angeboten hat, (Sabbatical, Väterkarenz) eine andere Realität dazu geschenkt: Vor der 3-Monatspause ist Arbeiten bis zum Zusammenbruch angeordnet, damit in der Abwesenheit alles läuft, sodass die ersten 2 Wochen zuhause voll für notwendigste Regeneration draufgehen.

Danach beginnen – je nach Job – aber bereits die ersten lebensnotwendigen Anrufe vom Büro, …

Je nach Job heißt die Abwesenheitsphase dann entweder,

es wird erwartet, dass alle KollegInnen meine Arbeit miterledigen, und dementsprechend glücklich sind über die vielen Menschen, die solche Regelungen in Anspruch nehmen, weil ja so schon immer zu wenig Personal da ist. Das verändert den Zusammenhalt, die Motivation und die Burnout-Rate gleichermaßen.

Oder es bleibt einfach alles liegen.

Die Rückkehr bedeutet dann oft, dass ich den Arbeitsplatz unter der Arbeit erst einmal zwei Tage freischaufeln muss, also nachdem alle, die etwas von mir wollten, endlich zum Dienstschluss nach Hause gegangen sind.

Natürlich würde niemand verlangen, dass ich jetzt 2 Wochen 12 Stunden am Tag durch arbeite, aber die Dienstgeberin kann nach einem so großzügigen „Geschenk“ der selbsteingearbeiteten Zeit ja zumindest erwarten, dass der Rückstand möglichst rasch beseitigt wird – das Nötigste halt zumindest.

Oft wird auch eine Mischung der beiden Varianten gelebt.

Viele Vorgesetzte, die sich damit nicht belasten wollen lassen dann “ nach Maßgabe des Dienstes“ solche Abwesenheiten gar nicht erst zu, was oft die humanere Lösung darstellt und eine Gleichheit bei den Beschäftigten erzeugt.

Das alles ist aber nicht gottgegeben,

es müsste nicht so sein, es wäre auch planbar, die Arbeiten zum Beispiel von „ständigen“ Aushilfen erledigen zu lassen (irgendwer fehlt doch immer), zumindest einen Teil. Ja, dafür muss eine notwendige Qualifikation vorhanden sein, aber jetzt ehrlich, ein Straßenbahnfahrer kann auch nicht 2 Züge gleichzeitig fahren!

Wenn da wer ausfällt, muss auch jemand mit der notwendigen Qualifikation die Arbeit erledigen, da erwartet auch niemand, dass ein zurückkehrender Fahrer seine Züge in einer Nachschicht nachfährt, bis die Anzahl der Fahrten wieder der seiner KollegInnen entspricht. Auch bei den Wiener Linien mag nicht alles Gold sein – aber als Stammkunde behaupte ich, irgendwie funktioniert das jedenfalls schon, so die Dienstgeberin das will.

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