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Budgetloch durch Personaleinsparungen stopfen? Schlechte Idee.

Die Hand eines ertrinkenden Menschen, die hilfesuchend aus dem Wasser gestreckt wird.

Seit Jahren wird beim Personal bei der Gemeinde Wien gespart, es werden Dienstposten nicht oder nur verzögert nachbesetzt, Stellen werden umgewidmet oder gestrichen. Seit Jahren kompensieren wir Bediensteten aller Berufsgruppen bei der Stadt Wien, arbeiten mehr, länger, übernehmen Kompetenzen von anderen Berufsgruppen, springen ein, geben unser Privatleben auf – und machen das so gut, dass unsere Patient*innen, unsere Kund*innen, die Kinder in den Kindergärten und allgemein die Menschen in Wien, für die wir unsere Arbeit leisten, davon kaum etwas mitbekommen.


Es ist 5 vor 12


Doch langsam, aber sicher erreichen wir ein Level an Personalmangel, das selbst die motiviertesten und engagiertesten Mitarbeiter*innen nicht mehr kompensieren können. Davon abgesehen, dass Arbeit keine Aufopferung sein soll, uns nicht in den Burnout bringen soll und wir uns unsere Freizeit genauso verdient haben, wie alle anderen, ist mittlerweile ein sinnvolles, effizientes Arbeiten in vielen Bereichen unter diesen Voraussetzungen kaum noch möglich.


Zusätzlich wird vor allem beim Wiener Gesundheitsverbund, dem die Wiener Krankenhäuser angehören, auch bei der Infrastruktur gespart. Und das werden auch die Menschen in Wien bald merken.


Einsparungen bedeuten Leistungsreduktion für die Wienerinnen und Wiener


Das verlieren die Menschen in Wien bei weiteren Personaleinsparungen unter anderem:


  • Bildung: In den Kindergärten wird der Betreuungsschlüssel noch schlechter. Es ist keine gezielte Förderung der Kinder mehr möglich.


  • Gesundheit: OPs und Therapien verschieben sich durch den Mangel an Personal und an Räumlichkeiten in den Krankenhäusern noch mehr, was neben dem persönlichen Schaden für die Patient*innen auch einen volkswirtschaftlichen Schaden verursacht, da Menschen länger auf OPs warten, länger im Arbeitsleben ausfallen und länger Schmerzen haben.


  • Soziales: Kinder, die durch die MA 11 in Wohngemeinschaften betreut werden und dadurch sowieso nicht die Sicherheit eines Zuhauses in der Familie haben, werden am Wochenende durch halb Wien, teilweise bis nach Niederösterreich und ins Burgenland in andere WGs verschickt, weil in Wien nicht genug Personal da ist. Was jetzt schon vereinzelt vorkommt, könnte zum neuen Alltag vieler Kinder in vulnerablen Situationen werden.


  • Wohlbefinden: In der Langzeitgeriatrie müssen Menschen wegen kleinen gesundheitlichen Problemen direkt ins Krankenhaus transportiert werden, weil das ärztliche Personal in den Pflegewohnhäusern fehlt. Damit fehlen in den Krankenhäusern Betten für akute medizinische Notfälle und Einwohner*innen werden aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen.


  • Versorgung: In den Krankenhäusern kommt es noch häufiger zu Bettensperren und Überbelegung. Patient*innen, die man sonst sicherheitshalber dabehalten hätte, können nicht mehr aufgenommen werden, die Qualität der Pflege sinkt.


Wir fordern einen Stopp der Personaleinsparungen!


Um die Qualität der Versorgung der Wiener Bevölkerung aufrecht zu erhalten und zu verbessern, fordern wir:


  • Mehr Personal und Initiativen, gewonnenes Personal langfristig zu halten

  • Verbesserte Arbeitsbedingungen für bestehendes Personal

  • Dienstplansicherheit

  • Bessere Work-Life-Balance

  • Investitionen in Infrastruktur und Ausbau der Wiener Krankenhäuser

  • Investitionen in die Wiener Kindergärten und Betreuungseinrichtungen

  • Investitionen im operativen Bereich der Sozialarbeit

  • Investitionen für die Kinder- und Jugendfürsorge

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